Vom Umbruch zur gemeinsamen Stärke – Neuausrichtung und Teamentwicklung im Engineering

Die Ausgangslage

 

Das Engineering eines Industrieunternehmens stand vor einer doppelten Herausforderung: Ein Führungswechsel brachte einen neuen Stil und neue Erwartungen mit sich, gleichzeitig veränderten sich Markt und strategische Ausrichtung des Unternehmens deutlich. Die Folgen waren im Team klar spürbar – Verunsicherung, Spannungen in der Zusammenarbeit, teilweise Abgänge und das Gefühl, dass die stabilisierende Kraft verloren gegangen war.

Gleichzeitig zeigte sich ein ambivalentes Bild: Trotz schwieriger Atmosphäre blieb die Leistungsfähigkeit erhalten, moderne Arbeitsmittel waren vorhanden, neue Prozesse wurden eingeführt und es eröffneten sich vielversprechende Geschäftsfelder. Es war also nicht an Ressourcen, sondern an gemeinsamer Ausrichtung und Vertrauen zu arbeiten.

Mein Ansatz

 

Ich habe das Team und die Führung in einem strukturierten, mehrphasigen Prozess begleitet – mit dem Ziel, aus der bestehenden Spannung neue Klarheit und Zusammenarbeit entstehen zu lassen:

1. Tiefgehende Interviews (vertraulich & allparteilich)

Mit allen Teamleitern habe ich die Druckpunkte, Wahrnehmungen und Hoffnungen erhoben. Dadurch entstand ein unverfälschtes Bild der Situation – inklusive vorhandener Ressourcen und Zukunftsideen.

2. Reflexion im Führungsteam

Die verdichteten Ergebnisse wurden gemeinsam gespiegelt, priorisiert und eingeordnet. Der Fokus lag darauf, die Arbeitsfähigkeit im Führungsteam zu stärken und eine klare Basis für die weitere Entwicklung zu schaffen.

3. Team-Workshop zur Neuausrichtung

Im nächsten Schritt wurde das gesamte Team eingebunden. Gemeinsam haben wir:

  • den Sinn und Beitrag des Teams geschärft

  • Erwartungen transparent gemacht

  • zentrale Spannungsfelder priorisiert und bearbeitet

  • konkrete Formen der Zusammenarbeit neu definiert

 

4. Ergebnissicherung & Transfer

Die Resultate wurden reflektiert und in konkrete nächste Schritte übersetzt – mit klaren Empfehlungen für die Führung.

5. Nachhaltigkeit durch Follow-up

Ein späterer Follow-up-Workshop stellte sicher, dass Fortschritte sichtbar bleiben, Erfolge gewürdigt werden und bei Bedarf nachgesteuert wird.

Ergebnis

 

Aus einem angespannten, teilweise fragmentierten Team wurde wieder eine arbeitsfähige Einheit mit gemeinsamer Richtung. Besonders sichtbar waren:

  • ein gestärktes Vertrauen innerhalb des Teams und zur Führung

  • Klarheit über Rollen, Erwartungen und Zusammenarbeit

  • ein gemeinsames Verständnis des eigenen Beitrags im Unternehmen

  • neue Energie und Zuversicht im Umgang mit zukünftigen Veränderungen

 

Fazit

 

Gerade in Phasen von Umbruch entscheidet nicht nur die Strategie über den Erfolg, sondern die Qualität der Zusammenarbeit. Wenn es gelingt, Spannungen offen zu machen, Orientierung zu schaffen und Menschen wieder in Verbindung zu bringen, entsteht echte Leistungsfähigkeit – nachhaltig und aus dem System heraus.