In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an Organisationen und ihre Mitarbeitenden deutlich verändert. Technologische, digitale, gesellschaftliche und klimatische Entwicklungen treiben diesen Wandel stark voran.
Die daraus entstehenden Rahmenbedingungen erleben viele Organisationen heute nicht mehr als einfach oder nur kompliziert, sondern zunehmend als komplex und teilweise sogar chaotisch. In Zeiten schneller globaler Veränderungen – etwa durch Pandemie, geopolitische Konflikte oder die Klimakrise – sprechen manche Beobachter sogar von hyperturbulenten Entwicklungen.
Planbarkeit und lineare Steuerung verlieren dadurch an Bedeutung. Stattdessen prägen Unsicherheit, Dynamik und offene Möglichkeiten das Handeln von Organisationen. Klassische Ansätze, die von einer einzig richtigen Lösung oder von der Übertragung von „Best Practices“ ausgehen, stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Gefragt ist vielmehr die Fähigkeit, Muster, Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten zu erkennen und daraus situativ passende Entscheidungen abzuleiten.
Mit dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden sich diese Anforderungen weiter verstärken. Organisationen und Menschen werden immer häufiger mit Situationen konfrontiert sein, die heute noch als „unbekannte Unbekannte“ gelten – Entwicklungen also, die sich kaum vorhersagen lassen, aber dennoch großen Einfluss haben können.
Das verlangt nach neuen Kompetenzen bei Menschen und Organisationen.
Zukunftsfähige Organisationen brauchen Mitarbeitende, die iterativ arbeiten können, aus Erfahrungen lernen und situationsbezogen die jeweils sinnvollsten Lösungen entwickeln. Zukunft entsteht dort, wo Ziele beweglich gehalten werden und Wandel nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance verstanden wird.
Neue, tragfähige Systeme entstehen vor allem dort, wo Menschen gemeinsam gestalten, Verantwortung teilen und sich aufeinander verlassen können. In dieser Verbundenheit entwickeln sich immer wieder neue, sinnvolle Ordnungen.